Kurze Erklärung: Bei einer Inventur werden sämtliche Warenbestände gezählt und überprüft und danach mit den zuvor verzeichneten Beständen verglichen, um danach eine Bilanz zu erstellen, was so viel heißt wie die Gewinne und Verluste zu verzeichnen. Es gibt einige unterschiedliche Inventurarten, jedoch laufen alle so ziehmlich nach diesem Prinzip ab.

Die eigentliche Inventur bei Ufer ging in unserer Abteilung über drei Tage (Freitag – Sonntag) hinweg, jedoch fing alles bereits einige Wochen zuvor an. Bereits ca. 4 Wochen vor der eigentlichen Inventur wurden Vorkehrungen und erste Schritte eingeleitet.

–> Waren wurden überprüft und richtig einsortiert.
–> offene Verpackungen wurden gezählt und wieder verschlossen.
–> hochgelagerte Paletten wurden gezählt und beschriftet.
–> alle noch offenstehenden Lieferungen und einzulagernde Waren wurden fertig gemacht.
–> die Waren wurden Inventur gerecht aufgestellt (leichter zählbar)
und noch einiges mehr.

Diese Vorkehrungen erleichtert aber die eigentliche Inventur enorm, da dann die Zeit gespart wird die sonst verloren geht0 währe, bei längerem zählen.

Die Inventur selbst ging in unserer Abteilung vom 26.06.- 28.06.. Dieses war meine erste Inventur und daher ,war auch für mich noch sehr vieles neu und unbekannt. Am ersten Tag, sprich Freitags, startete die Inventur um 13uhr. Zuvor war morgens noch normaler Verkauf und das Geschäft war offen. Es wurden noch letzte Vorkehrungen getroffen bevor es entgültig ernst wurde.

Um 12 Uhr wurde dann das Geschäft geschlossen und unser Abteilungsleiter hat zum kompletten Team nochmal gesprochen. Danach konnte jeder Pause machen und um 13 Uhr gings dann endgültig los.

Alle Angestellten aus unsere Abteilung, egal ob Lager-, Büro- oder Außendienstmitarbeiter, waren da.
Sogar einige aus den anderen Abteilungen kamen zusätzlich zur Unterstützung für die ersten beiden Tage, da die Beschlagsabteilung das größte Sortiment unserer drei Unternehmenssparten besitzt.

Im Wareneingang waren dann mehrere Tische mit Ordnern und den Inventurkarten aufgebaut.
Unser Abteilungsleiter und ein Mitarbeiter verteilten dann unter den Kollegen die Aufgaben :
-einige legten die Inventurkarten aus
-andere fingen an zu zählen und zu kontrollieren
-und wieder andere waren als Kontrolleure eingeteilt.
(wenn jemand ein Regal fertig gezählt hatte, ging ein Kontrolleure nochmal durch und überprüfte zusätzlich nochmal die Bestände, sodass alles doppelt abgesichert war).

Das ging dann bis abends um 20 Uhr so weiter, wenn ein Regal fertig war, wurde er an ein anderes
weitergeschickt. Um 20 Uhr war dann der erste Tag der Inventur beendet.

Am nächsten Tag gings um 7 Uhr wieder weiter. Das selbe Schema wie ein Tag zuvor. Diejenigen die vom Vortag noch an einem Regal beschäftigt waren gingen direkt wieder an die Arbeit und den anderen wurden wieder neue Aufgaben zugetragen. Dies ging bis 12Uhr dann gab es ein gemeinsames Mittagessen und eine Pause. Nach der Pause ging es noch ein wenig weiter, jedoch waren wir bereits soweit, das es nicht mehr viel zu zählen und zu kontrollieren gab. Um 16 Uhr waren wir auch mit diesem Teil komplett fertig und konnten früher als gedacht Feierabend machen.

Sonntags (Tag 3) waren nur noch die Mitarbeiter der Beschlagsabteilung anwesend. Jetzt wurde der Soll/Ist-vergleich gemacht. In der Zeit in der alle am Vortag Feierabend gemacht hatte fertigten die Mitarbeiter der Buchhaltung den Soll/Ist- Vergleich an, den wir dann am Sonntag nochmal überprüften.
Jeder Mitarbeiter bekam ein Blatt auf dem einige Artikel mit einer gewissen Differenz ( zwischen gezähltem Inventur und eigentlichen EDV- Bestand) farblich markiert waren. Diese musste dann jeder nochmal zählen und kontrollieren.

Dieses ging dann von 8:00 – 10:00 Uhr dann war die Inventur aus Sicht der Angestellten abgeschlossen.
Natürlich mussten nochmal einige Artikel geprüft und geändert werden, jedoch war die Hauptarbeit damit getan.

Mit dieser Beschreibung hoffe ich euch einen groben Einblick in die Inventur verschafft zu haben.
Natürlich ist es etwas ganz anderes direkt mitzumachen und alles zu erleben,aber grundsätzlich läuft alles so ab wie hier beschrieben.

Mit freundlichen Grüßen,
Marius

 

Inventur 2010